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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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herüber im Abendgeläute deS Weideviehcs, im Wildrufc derWaldvögel und in den ungehemmten Bächen, die in denkünftigen Blumen-Neberhang hincinflossen? Und als einezuckende Puppe neben ihm noch in der halben cingerunzeltenRaupenhülse hing und ihren Blütcnkelchen entgegenschliefund als das Seelenauge der Phantasie von den Grummet-haufen in die Abendpracht des Heumonats hinüberblickteund als jeder vielfarbige Baum gleichsam zum zweiten maleblühte und als die bunten Gipfel wie vergrößerte Tulpeneinen Regenbogen auf den Duft des Herbstes zogen: sojagten nun nur frühere Mailüfte dem flatternden Laube nachund wehten unfern Freund mit hebenden Wogen an und stie-gen mit ihm auf und hielten ihn empor über den Herbst undüber die Berge und er konnte über die Berge und Länderwcgschaueu und siehe, er sah alle Frühlingc seines Lebens,die für ihn noch in Knospen lagen, wie Gärten neben einan-der stehen, und in jedem Frühlinge stand sein Freund!

Er verließ den Ort, aber er streifte in den Wiesen,worin man jetzo nicht ängstlich den Fußsteig zu suchen brauchte,noch lange herum, hauptsächlich damit man es seinen Augennicht ansähe zumal da ihm heute so viele Marktleute be-gegneten an wen er unter Weges gedacht habe. Aber eshalf ihm wenig; in gewissen Verfassungen qnillet die geritzteSeele wie verwundete Bäume unaufhörlich und beim kleinstenBestreifen.

Er mied Augenzeugen, besonders wie Rosa, darum weiler, wie ich leider sagen muß, gerade in der Rührung, es seiaus Scham oder Lebhaftigkeit, am geneigtesten war, seinenZustand durch Auffahren zu verbergen. Endlich fiel ihm eineWaffe zum Siege über sich in die Hand: der Gedanke, daß