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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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kreis der einfarbigen Schöpfung zu treten, in ihren stummendunkeln Dom.

Er bestieg mit schwerer Brust die bekannte Stätte, de-ren harten Namen ich wcglasscn will, und sah sich aus die-ser Ruine in der Schöpfung wie ein letztes Wesen um:weder im Blau des Himmels, noch auf dem Grün der Erdefand er eine zweite Stimme. Nur eine verlorne Grilleschwatzte noch einsilbig in den aufgcdeckten Furchen aus denStoppeln der abgetriebnen Aehrenwaldung. Die Vögel schaar-ten sich unter bloßen Mißlauten zusammen und flogen indie häustgern grünen Garnwände, statt in den entlegnen grü-nen Frühling. Ueber die Auen ohne Blumen, über die Beeteohne Achren schweiften blaffe Gespenstergebilde der Vergäng-lichkeit, und über den großen ewigen Gegenständen, überWäldern und Bergen, hing ein nagender Nebel, als wennsich in seinen Rauch die erschütterte staubende Natur auflö-

sete.-Aber ein lichter Gedanke zertheilte den dunkeln

Staubregen der Natur und der Seele in einen weißen Nebel,und den Nebel in bunten Thau und ließ den Thau auf Blu-men fallen; er schaucte nach Nord-Osten an die Berge, diesein zweites Herz verbargen und hinter denen sein Freund,wie ein im Herbste früher kommender Mond, in einem blas-sen Bilde aufstieg; und der Frühling, an dem er seinenHeinrich besuchen und Wiedersehen wollte, fing setzo schonan für ihn eine breite Straße dahin mit Grün und Blumenauszuschlagen. Wie spielt der Mensch mit der Welt um sichund kleidet sie schnell in die Gespinnste seines Innern um!Jetzo senkte sich der unbefleckte Himmel mit einem nähernBlau auf die falbe Erde hernieder. Tönte nicht der künf-tige Frühling schon von Weitem über einen ganzen Winter