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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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ben, wenn nicht, indem er km'eend nur um eine bat, ein Zu-fall die ganze Kette dieser Minuten zerrissen hätte.

Wir wollen aber vorher nachschauen, wo ihr Ehemannherumläuft.Anfangs zwischen den Buden; denn das viel-stimmige Getümmel und die Olla Potrida von wohlfeilenGenüssen und die aufgeschlagene Musterkarte der Lumpen,aus und auf denen wir Kleidermotten unsere Trachten undGehäuse zusammenflicken, alles dieses senkte seine Seele inhumorisch-melancholische Betrachtungen über unser aus far-bigen Minuten, Stäubchen, Tropfen, Dünsten und Punktenzusammcngestoppeltes Musaik-Gemälde des Lebens ein.Er lachte und hörte mit einer, nur wenigen Lesern begreif-lichen Rührung einen Bänkelsänger an, der gellend mit sei-nem Rhapsoden - Stabe in der einen Hand auf das ausge-spannte illuminirte große Blatt eines gräulichen Mordeshindeutete, und in der andern gedruckte kleinere Blätter mit-theilte, worin das Unglück und der Mörder mit keinen Hel-lern Farben als mit poetischen den Deutschen vorgemaltwaren. Siebenkäö machte eine Bestellung von zwei Exem-plaren, die er einsteckte, um sie Abends zu lesen.

Das traurige Mordstück zeichnete im Hintergründe sei-ner Seele die vertheidigte Kindmörderin und den Rabenstcinaus, ans den die warmen Thränen gefallen waren, womitsein losgespaltneS, nur einem einzigen Menschen verständlichesHerz unter dem letzten Riß geblutet hatte. Er verließ dentobenden Marktplatz und suchte die schweigende Natur unddas für Freundschaft und Schuld zugleich bestimmte Jsola-torium auf. Es ist ein sonderbares und liebkosendes Gefühl,auf einmal aus einem wühlenden Markte in den ruhigen Um-