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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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dige arme Sünder über alle Maßen gesegnet." Er hattesich als ein lustiger Springinsfeld inS schwere pietistischeKutschenzeug eingeschirrt und mußte immer seine alten Flüchemit neuen Seufzern versüßen. Und eben auf dieses Fechtesnicht ganz würdige Verfassung und Kleidung zielt' ich oben,da er leider an dem ganzen Einschlacht-Tage keine Hosenanhatte, sondern blos im weißen Friesrock seines Weibesdas Zergliederhaus auf- und abrannte und so seine eigneeheliche Hälfte vorstellte; aber die Sozietät verdachte ihmnichts; er konnte nicht anders, denn seine schwarzledcrnenBeindüten wurden, so lange als er sich im äenii-nöFlix«einer Amazone anfhielt und wie ein Hermaphrodit auösah,im Färbekessel neu aufgelegt oder gedruckt.

Aber endlich wird Kolb mein Freund; denn ich fahredeutsch fort, wie folgt.

Der Armenadvokat hatte Lenetten gebeten, Abends4'Z Uhr sich zu ihm zu setzen und sich nicht mehr abzuarbei-tcn, etwan mit dem Abendessen, er wolle sich heute einesabkargen und nichts genießen als für einen halben ThalerKuchen: die Flinke rannte und fegte; und wirklich schon um6 Uhr lagen beide in den weiten ledernen Armen Einesbreiten Großvatcrstuhls (denn er hatte kein Fleisch, sie keineKnochen) und schaueten ruhig-beglückt wie Kinder, welcheessen, die meßkünstlerisch-geordnete Stube an und das allge-meine Gleißen und die Kuchen-Mondsicheln in ihren Händenund das flüssige Glanz- oder vielmehr Zwischgold der tiefenSonne, das sich an dem blinkenden Zinngeräth immer höherrückend anlegte und ihr Ausruhen wurde wie der Schlafeines Wiegenkindes von den schreienden klappernden 12 her-kulischen Abendarbeiten der andern Leute im Hause umgeben