Druckschrift 
8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen
 

107

Aber die Gelehrten lechzen nach meiner Kirmeß ichWerse also mein Thier- und Menschenstück nur fluchtig her.Kolb fährt natürlich fort und fährt mich an. Der Sep-tembrisirer, der Fleischer, that noch am Ende des Fruk-tidors seine Pflicht gut, die Viersürsten von Konviktori-sten standen bei allem und selber die alte Sabine that vielund zog einiges. Die Quadrupelalliance speisete sich, wieden erschlagncn Viehstand, mit einem zusammengeschvfsenenPickenick, blos um den Metzgermeister gratis hineinzuziehcn;und allerdings erschien ein Liguist, den ich unten nennenwerde, in einer Verfassung und Kleidung am Tische, dienicht ernsthaft genug für das Einschlachten vorkam dieSchlacht-Hansa machte sich dann ans Divistoncrempel nachder Gesellschaftrechnung, und das goldne Kalb, um das sietanzten, wurde mit verschiedenen heraldischen Schnitten, wo-von ich keine namhaft machen will als den Wellenschnitt, denKlee-, den Haupt-, den Zahn-, den Stufen- und den Quer-schnitt, gerecht zerschnitzt-und dann war's vorbei. Ich

denke, ich kann keinem etwas Rühmlichers von der ganzenzootomischen Theilung sagen, als was der Thcilhaber Sie-benkäs selber sagte:zu wünschen war' eS, die 12 Stämmeund in den neuern Zeiten das römische Kaiserthum wäre soredlich oder vielfach zertheilt worden als unsere Kuh undPolen."

Dem ILmlwnpoint der letzten wird man sein Recht ge-geben haben, wenn man folgendes Lob des SchuhflickersFecht anführt:daß dich Alle Schock Kreuz-Mohren-Schwere-noth! Du Schwerenötherin! (Nun auf einmal mit hcrab-gesunkener frommer Stimme) Nun der liebe Gott hat demlieben Vieh recht sein Gedeihen geschenkt und uns unwür-