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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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für mich und Leser bloS mit reinem platten englischenNasengrün fast nur in der Absicht angelegt zu haben, damitder Michaelis- und Kirmeßtag vor uns auf einmal wie eineschillernde blendende Stadt aus dem Thal aufspränge. Inder That siel wenig vor; wenigstens nimmt meine Feder,die nur wichtigern Ereignissen dienstbar ist, das kleine nichtgern auf, daß der Venncr Meyern oft beim Buchbinder,der mit Siebenkäsen unter demselben Dach-Himmelstrichewohnte, vorgesprochen; er sah bloö nach, ob diegefähr-lichen Bekanntschaften" (Ilnisons) gebunden waren.

Aber der Michaelistag! Wahrlich, die Welt wirddaran denken. Und ist denn nicht schon selber der Rüsttagvorher so auserlesen und ausgestattct, daß man ihn der Weltohne Sorge schildern kann?

Wenigstens lese sie die Schilderung vom Nüsttage undgebe dann ihre Stimme!

An diesem Tage oder dem Vorsabbathe der Kirmeßwar wie überall das ganze Kuhschnappel ein Arbeit- undRaspelhaus für Weiber; eine sitzende, oder friedliche, oderreingekleidete war im ganzen Orte nicht zu haben diebelesensten Mädchen machten kein Buch aus als die Verir-bücher, um Seide daraus zu nehmen, und die einzigenBlätter, die sie durchgingen, waren die der Schuhe unddes Blätterteigs Mittags fast keine die Kirmeß-vder Messe-Kuchen waren das eigentliche Räderwerk derweiblichen Maschinen und ihrer künftigen Lustbarkeit.

An einer Kirchweihe müssen die Weiber ihre Gemälde-ausstellung haben und die Kuchen sind die Altarblätter.Jede benaget und beschauet diese gebackenen Silhouettenbrctterund Gcdächtnißwappen des Adels der andern, der Kuchen