Druckschrift 
8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

benkäS da mit sich selber hat, nämlich mit Dero H.Pupill, sollte die nichts beweisend verfangen, wie eine ähn-liche Ähnlichkeit bei der comparatio literal am?"Aller-dings, sagte Blasius, etwas, aber alles nicht: denn esgab viele Pseudo-NeroS, und 3 oder 4 Pseudo-Sebastianein Portugal und wenn Sie nun selber mein H. Vetterwären, H. Leibgeber?"

Dieser sprang schnell mit verändertem freudigen Toneauf und sagte:Das bin ich auch, mein theuerster H. Vor-mund eS war nur alles Probe und verzeihen Siemeinem Freunde da die kleine Verstellung."Alles ganwohl, versetzte er aufgeblasener; aber Ihre eigenen Winkel-züge, meine Herren, müssen Sie nun doch von der Noth-wendigkeit einer obrigkeitlichen Jndagazion überführen."

Das überwältigte den Armenadvokaten; er drücktedie Hand seines Freundes, damit sich dieser bezähmte, undfragte mit einer vom Gefühle fremden Hasses ordentlich nie-dergedrückten Stimme:Haben Sie nie nach Leipzig an michgeschrieben?"Wenn Sie mein Mündel sind, versetzteBlasiuS, ja wol mchrmal; sind Sie es nicht, so haben Siemeine Briese blos auf eine andere Weise." Nun sagt' ernoch weicher stammelnd:erinnern Sie sich keines Schrei-lens, worin Sie mir die Gefahrlosigkeit meines Namen-tauscheö versicherten, gar keines?"Wahrhaftig, das istlächerlich, versetzte Via iss dann wäre die streitige Sacheja eben entschieden."

Hier legte Leibgeber an den Vater der Stadt die zehnFinger wie Niethnägel und erfaßte jede Achsel wie einen Sat-telknopf und machte ihn durch die Händeklammern an denSessel fest und rollte die Worte heraus:Kein Schreiben?