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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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licher fort muß ich Ihnen gestehen, H. Siebenkäs,daß ich wirklich bisher der Meinung lebte, daß Sie dieselbePerson seien, die vor 10 Jahren von hier die Akademie be-zogen und Deren kleine Erbschaft ich in meine Tutel odereigentlich Kuratel genommen. Zu meinem Jrrthum, wennes einer war, trug wol die Aehnlichkeit das meiste bei, dieSie, mein Herr, mit meinem verschollenen Pupill praeterpropter zu haben scheinen; denn manche tertia comparatio-,iis gehen Ihnen doch ab, z. B. ein Feuermaal neben demOhr."

Daö dumme Maal fuhr Leibgeber dazwischenhat er blos meinetwegen mit einer Kröte auögewischt, weil'swie ein Esclohr aussah, und weil er nicht dachte, daß ermit dem Ohre zugleich einen Verwandten verscherze."Daö kann seyn sagte kalt der Vormund Sie müssenmir bezeugen, H. Advokat, daß ich schon gesonnen war,Ihnen heute die Erbschaft auszuzahlen; denn Ihre Versiche-rung, daß Sie Ihren väterlichen Namen mit einem wild-fremde» vertauschet, könnt' ich nach Ihrem jokosen Humorrecht gut blos für Scherz nehmen. Ich erfahr' aber in dervorigen Woche, daß Sie sich wirklich als H. Siebenkäsproklamircn und kopuliren lassen und mehr dergleichen. Nunsprach ich mit dem H. Großweibel (Präsidenten) der Erb-schaftkammer, meinem Schwiegersohn, H. v. Knärnschil-der, aus der Sache, der mir sagte, ich würde gegen meinePflicht und meine eigne Sicherheit verstoßen, wenn ich dieErbschaftmasse wirklich aus den Händen gäbe. Was woll-tcn Sie erzipiren sagt' er ganz recht wenn einmalder wahre Inhaber des Namens erschiene und Ihnen diezweite Ertradirung der Pupillengelder abforderte? Und

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