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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Zugemüse derselben verspeist; so steigt in der Welt der eineund fällt der andere. Die Schlußfigur bestand aus dendrei Figuren des Brautpaars und eines etwanigen Täuflings,in Butter gebacken; diese drei verklärten Leiber, die wie diedrei Männer unversehrt aus dem feurigen Ofen kamen undRosinen statt der Seelen hatten, wurden von den Menschen-fressern der Gesellschaft, wie Unterthanen, mit Haut undHaar ausgesressen, einige Aermchen des Jnfanten ausgenom-men, der wie der Vogel Phönix noch früher personifizirt wurde,als er da war.-

DaS Gemälde greift mich an. Inzwischen mußt' eskolorirt seyn, und es war über den Schmaus-Luxus nichtetwan dadurch wegzuwischen, daß ich ihn leicht mit einemchurfürstlich-sächsischen verglichen und erläutert hätte. Es istwahr, Churfürsten dieses Kreises brauchen viel (daher mansie sonst alljährlich wog), und es ist mir recht gut bewußt,daß zu Anfang des 16ten Säkulums ein sächsischer Rendantfolgenden Artikel in sein Rechnungbuch eingetragen:heute istunser gnädiger Churfürst mit seiner Hofstaat zum Weinegewesen, wofür ich fünfzehn Gulden habe zahlen müssen.Das heiß' ich schlampampen." Aber was würde der sächsischeRendant geschrieben, wie würde er die Hände vor Erstaunenin die Höhe gehoben haben, wenn er in meinem ersten Ka-pitel ersehen hätte, daß ein Armenadvokat noch drei Guldensieben Groschen mehr verthan als sein Churfürst!

Die Quellen der Lust sprangen, wie manche physische,die am Tage stocken, Abends immer höher in der Brust derGäste auf. Die zwei Advokaten sagten zwar der Gesellschaft,es sei, wie sie sich von Universitäten her erinnerten, dasRecht eines Deutschen, sich voll zu trinken, gar sehr beschnit-