ten und also die Otaheiter nachahmten, Lei denen Liebendeauch die Namen mit den Herzen wechseln. Da es schon mehreJahre her ist, daß mein Held durch den befreundeten Na-mendieb um seinen ehrlichen Namen gekommen und dafürden andern ehrlichen eingewechselt: so kann ich's nicht andersmachen in meinen Kapiteln, ich muß ihn als FirmianStanislaus Siebenkäs in der Liste fortführen, wie ichihn bei der Schwelle vorstellte — und den andern als Leib-geber — ob mir gleich kein Kunstrichter zu sagen braucht,daß der mehr komische Name Siebenkäs besser für den mehrhumoristischen Ankömmling passe, den einmal die Welt noch
genauer kennen lernen soll, als mich selber*).-
— Als beide Ebenbilder einander in der Kirche erblick-ten, lockerten und kräuselten sich ihre erröthenden Gesichtersonderbar, über die der Zuschauer so lange lächelte, bis ersie mit den im flüssigen Feuer der gerührtesten Liebe schwim-menden Augen zusammenhielt. Leibgeber zog im Choreunter dem Ringwechseln eine Scheere und ein schwarzesQuartblatt aus der Tasche und schnitt von Ferne das Gesichtder Braut in sein Schattenpapier hinein. Die Schattenreißereigab er gewöhnlich für die Proviantbäckerei auf seinen ewigenReisen aus, und ich führe — da der seltsame Mann, wie
*) „Und zwar in der längsten, aber besten Biographie, die ichje geschrieben und zu welcher mir täglich ganze Karren mitAktenstücken, Urkunden, Attestaten u. s. w. vor die Thürgeschoben werden, weil ich kein Wort schreiben will, dasich nicht verbrieft» kann." — Diese ganze Note stand inder frühern Auslage; ist aber wol in der gegenwärtigenentbehrlich, da der Titan längst in aller Händen ist.