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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Kettenringe der Ehe steckte, ohne nur umzuschauen, an welchePlätze man sie daran führen würde. . . . Ich könnte hier dieFinger aufheben und einen Schwur ableisten, daß der Bräu-tigam so gerührt war wie ich, wo nicht stärker; zumal wieer den Aurikeln-Puder aus dem Blüten-Gesichte gelind ab-strich und die Blumen darin nackt ausblühcn ließ. Aber erhatte sein mit Liebetränken und Freudenthränen vollgegosse-nes Herz sehr behutsam herumzutragen, wenn es nicht über-laufen sollte zu seiner Schande vor dem lustigen Haarkräus-ler und dem ernsten Schulrathe. Auch litt er das Ueberlau-fen nicht an sich. Er versteckte, ja verhärtete gern die reinsteErweichung, weil er immer an die Poeten und Schauspielerdachte, welche die Wasserwerke ihrer Empfindung zur Schauspringen lassen; und weil er überhaupt über niemand so oftlachte, als über sich. Deshalb war heute sein Gesicht voneiner sonderbaren lächelnden Verlegenheit, die nur von dennaßschimmernden Augen die bessere Bedeutung erhielt, durch-zogen und ausgezackt. Da er bald merkte, daß er sich nochnicht genug verberge, wenn er blos den Handlanger desPe-rückenmacherö und den Proviantkommissarius des Frühstücksvorstelle: so griff er zu einem stärker» Mittel und fing an,sich und seine bewegliche Habe vor Lenettcn in ein schönesLicht zu setzen, und fragte:liegt meine Stube nicht artiggenug, Älnäswoisells'? Von hieraus kann ich gerade indie Rathhaus-Fenstcr aus den Sitztisch und die Dintensäffergucken. Biele von den Stühlen wurden im Frühjahr umvierthalbes Geld erstanden und sind solche vielleicht niedlich.Aber mein alter guter Großvatcrstuhl (er hatte sich hin-eingesetzt und auf dessen gepolsterte Arme seine magern hin-gestrcckt) geht den Stühlen vielleicht im Großvatertanz

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