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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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voran; wie sie so sanft ruhen, Arm auf Arm. MeinTischteppich hat gutgewirkte Blumen, aber das Kaffeebrettwird, hör' ich, wegen seiner lackirten Flora vorgezogen; injedem Falle tragen beide das Ihrige in Blumen auf.Mein Lepser ziert mit seinen schweinsledernen Meditazionendas Zimmer sehr in der Küche sieht es noch schöner aus,ein Topf steht am andern und das Uebrige daneben, sogarder Hasenbrecher und die Hasengabel, zu denen sonst meinseliger Vater die Hasen geschossen."

Die Braut lächelte so vergnügt ihn an, daß ich fastglauben soll, sie hat bis in ihre Fuggerei durch 20 aneinan-der gestellte Hör- und Sprachröhre fast alles von seinen1200 Fl. rhnl. und den Interessen erhorcht; um so leichterbegreif ich's, wenn sich die Welt die Stunde zu erleben sehnt,wo er ihr's einhändigt.

Es wird meinen Leserinnen nicht unangenehm zu erfah-ren seyn, daß der Bräutigam jetzo einen leberfarbenen Ehren-Frack anthat, und daß er ohne Halöstrang oder Binde, undohne Haarstrang oder Zopf, zum h. Werke in den Frühgot-tesdienst mit seiner Putzmacherin schritt, unterweges zu sei-nem eignen satirischen Vergnügen sich die verlüumderischenAugen der Kuhschnapplerinncn verstellend, womit sie der gu-ten Fremden über den Markt bis zum Opfcraltare ihresväterlichen Namens nachliefen.Mäßiges Verläumden, sagt'er von jeher, sollte man einer Ehefrau, als einen geringenErsatz ihrer verlornen Schmeicheleien, eher erleichtern alsversalzen." Der Schulrath Stiesel hütete die Hochzeit-stube und entwarf auf dem Schreibtische eine kurze Rezensionvon einem Programm. Ich sehe zwar jetzo das geliebtePaar am Altargeländer knieen, und könnte dasselbe wieder