lich oder kurz genug. Gler'chwol bekenn' ich gern, daß manauf diese Weise den Dichter so richtig rangordnet, wie Linnäusdie Nachtigallen, welcher diese mit Recht, weil er von ihremGesang absah, unter die närrischen eckig-beweglichen Bach-stelzen einrechncte.
Der zweite Theil des Publikums, die Seele, das Lese-Publikum, besteht aus Mädchen, Jünglingen und Müßigen.Ich werd' es weiter unten loben; eS liefet uns alle dochund überschlägt gern dunkle Blätter, worin blos räsonnirtund geschwatzt wird, und hält sich wie ein ehrlicher Richterund Geschichtsforscher an Fakta.
Das Kunst-Publikum, den Geist, könnt' ich wol weg-laffen; die wenigen, die nicht nur für alle Nazionen und alleArten des Geschmacks Geschmack haben, sondern auch fürhöhere, gleichsam kosmopolitische Schönheiten, solche wieHerder, Göthe, Lessing, Wieland und noch einige,kommen mit ihren Stimmen bei einem Autor auch außer derMinderzahl derselben schon darum, weil sie ihn nicht lesen,wenig in Betracht.
Wenigstens verdienen sie nicht die Zueignung, womitich mir am Ofen vornahm, das große Kauf-Publikum zubestechen, das eigentlich den Buchhandel erhält. Ich wolltenämlich denHesperus oder den Kuhschnappler Siebcnkäödem Gericht-und Handelsherrn Jakob Oehrmann ordent-lich zueigncn: das war die Maske. Nämlich so:
Jakob Oehrmann ist kein verächtlicher Mann: erhatte in Amsterdam 4 Jahre als Börsenknecht gedient,d. h. er läutete als kaufmännischer Glöckner von 11'/» bis12 Uhr die Börsenglocke. — Darauf wurd' er scharrend undschindend ein gutes Haus, indem er keines machte, und