Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
180
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rothe Stute kommen, und cs mir sagen lassen, ater eilt dcßhalbnicht."

Und somit zog er die Thür hinter sich zu.

Einzige geliebte Menschen! Ob ihnen auch der Batcr die Ewigkeitihres Anziehens selbst in den Mund legte, als Gelegenheit sich zu ver-trauen und zu besprechen, so waren sie doch zu unschuldig, ihn zu ver-stehen, sondern sie sputeten sich maßlos, um nur irgend einen Anzug zuStande zu bringen, daß er nicht zu lange warten dürfe.

Nur ein einziges Mal hatten sich die Schwestern, als er fort war,umarmt und zwei, drei heiße Küsse auf die Lippen gedrückt als feste, kräf-tige, unzerreißbare Versicherungen und Siegel gegenseitigen Schußes undBcisammenbleibens.

So wundergleich ist die Macht der Liebe, daß ihr Strahl, wen» erbei Gefahr und Noth aus dem ander» Auge bricht, sogleich eine eherneMauer von Zuversicht um unser Herz erbauet, wenn er gleich aus denAugen eines zagen Mädchens kommt, das selber alles Schutzes bar undbedürftig ist.

Freudigkeit, Zutrauen, ja sogar Lustigkeit, Scherzen und Neugierdewar aus jenen Küssen in die Herzen der Mädchen gekommen, und sielachten, wenn sie in der übertriebenen Eile des Anziehens etwas ver-hafteten und abgeschmackt erzielten.

Sie eilten, da sie endlich fertig waren, in das rothe Zimmer, undtrafen dort den jungen Jäger, dem der Freiherr eben eine Strafpredigtüber sein gestriges Prahlen und Haseliren hieltjetzt geh'," schloß er,

da er die Mädchen cintrcten sah,geh' und trolle Dich- mm,

nun, Sebastian, bin ich denn so furchtbarrief er in sanfterem Tonedem Burschen nach,daß Du Dich so eilig und so linkisch fortsputestilasse Dir unten einen Becher Wein geben, oder meinetwegen zwei.Jetzt geh."

Der Jäger ging und der Vater wendete sich äußerst vergnügt an dieMädchen.Ei, ei, Ihr seid ja sehr bald fertig geworden; schau wieschön jetzt wollen wir das Rohr aufstellen, und durchschcn."

Und so geschah cs.