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1 (1855)
Entstehung
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dem schönen und heitern Mcrgenzimmer, schwimmend im sanften Glanzeder Vormittagssonne, geweiht durch die Anwesenheit zweier Engel, undangeschaut non der ruhigen Naturfeier draußen, war nunmehr mit einemMale ein düstrer Flor herniedergelassen, hinter dem drei beklommene Ge-sichter standen; der Vater wegen der Mädchen, diese wegen der Sache,und wie auch jedes rang nach Unbefangenheit, so war sie eben deßhalbungewinnbar.

Demgemäß trat er an das Fenster, und schaute emsig nach demWetter, damit nur die erste Befangenheit der Mädchen sich etwas lüftenmöge, und als sollte er die Hinnnelsschäfchen zählen, die eben Vom Südheraufzukommen begannen, so lange und sorglich sah er nach ihnen, dieHand ob den Augen haltend. Die Mädchen es ist wunderbar, wasfür ein Zauber der Beruhigung in geliebten treuen Augen liegt zwei

Blicke waren cs nur in die gegenseitige Güte derselben-und Jo-

hannens Angst, eben noch riesig und unbesiegbar, war alle ganz und garverflogen. Der Vater kam lächelnd Von dem Fenster herüber, und sagte,wenn sic heute den Waldfelsen und nebstbei auch die schöne ferne anstre-bende Waldmauer sehen wollten, in der, wie in einer Nische, ihr hölzernWaldschloß stehe, so müßte dies bald geschehen, und er werde auch dcß-halb das Sehrohr vorläufig im rothen Zimmer aufstellen; denn, trügennicht alle Zeichen, so käme gewiß heute noch ein Gewitter er sah schel-misch nach Johanna, deren Lippen, schon wieder in allem Purpur pran-gend, ei» leises Lächeln zu hegen und zu bergen suchten, das er gleichwohlsah und kannte. Es gehörte nämlich zu seine» Schwächen, Gewitter zuprophezcihe», und wen» »ach zehn ausgeblicbcnen eines eintraf, so über-zeugte sich Niemand fester von der Untrüglichkeit seiner Symptome alser selber. Ob er aber heute solche Symptome an dem spiegelreincn Him-mel entdeckte, oder sich in der Trefflichkeit seines Herzens nur derlei Vor-gelege», ui» Reiz zur Heiterkeit zu wecken --wer könnte cs entschei-

de»? Genug er war vergnügt, daß er die Pein der ersten Spannungaus den ihm lieben Angesichtern schwinden sah, und wohl wissend, daß,wenn er sie verlassen, er sie eben gegenseitig in die besten Hände gebe,schritt er heiter und scherzend der Thür zu ;Clarissa," rief er, noch dieKlinke in der Hand haltend,Du wirst wieder mit Deinem Anzuge dieEwigkeit brauchen übereil' Dich deßhalb nicht ich habe vorhernoch ein Geschäft, und wenn ihr fertig seid, mögt ihr gelegentlich in die

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