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wafduiaiidei'ung.
Es sind »och heutzutage ausgebreitete Wälder und Forste uni dasQuellengebiet der Moldau, daß ein Bär keine Seltenheit ist, und wohlauch noch Luchse getroffen werden: aber in der Zeit unserer Erzählungwaren diese Wälder über alle jene bergigen Landstriche gedeckt, auf denenjetzt gerentet ist und die Walddörser stehen mit ihren kleingetheilten Fel-dern, weißen Kirche», rothen Kreuzen und Gärtchen voll blühenderWaldbüsche. Wohl acht bis zehn Wegestundcn gingen sie damals in dieBreite, ihre Länge beträgt noch heite viele Tagreisen.
An dem Laufe eines frischen Waldwassers, das so klar wie flüssigesGlas unter naßgrünen Erlengebüschen hervorschießt, führt ein gewunde-nes Thal entlang, und in dein Thale geht heutzutage ein reinlicher Weggegen das Holzdorf Hirschbergen, das seine malerischen hölzernen Wald-häuser zu beiden Seiten des Baches auf die Abhänge hcrumgestreut hat.Diese Abhänge prangen mit Matten der schönsten Bergkräuter, und mitmancher Heerde, deren Geläute mit einzelnen Klängen sanft emporschlägtzu der oben harrenden Stille der Wälder. Damals aber war weder Dorf,noch Weg, sondern nur das Thal und der Bach, jedoch diese noch schö-ner, noch frischer, noch jungfräulicher, als jetzt, besetzt mit hohen Bäu-men der verschiedensten Art. An der einen Seite des Wassers standen sicso dünne, daß sich der grüne Rasen, wie ein reines Tuch zwischen denStämmen dahinzog, ein Teppich, weich genug selbst für den Fuß einerKönigstochter. Aber kein Fuß, schien es, hat seit seinem Beginne diesenBoden berührt, als etwa der leichte Tritt eines Rehes, wenn cs zu demBache trinken kam, oder sonst zwischen den Stämmen und Sonnenstrah-len lustwandeln ging. Heute aber war der Tag gekommen, wo die Heer-schaar der Gräser und Blümlein dieses Rasens, ungleich ihren tausend-jährig stillen und einsamen Ahnherren, zum erstenmale etwas Anderessehen sollten, als Laubgrün und Himmelsblan, und etwas Anderes hö-ren, als das Gemurmel der Wellen.
Klare, liebliche, silberhelle Menschenstimmen— Mädchcnstimmen —drangen zwischen den Stämmen vor, unterbrochen von dem thcilweisen