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Himmel seine Einsamkeit segnen und ihm vergelten wollte, und cs wurdeihm so gut, daß er schon manchen Getreidesack auflade», und mit schönenOchsen fortsühren konnte, wofür er dann einige Thaler Geldes, undNeuigkeiten von der Welt draußen heimbrachte. Einmal kam auch einSchreinergeselle mit seinem Wanderpacke z» Vater Niklas, dem Haide-baucr, und brachte einen Gruß und einen Brief von Felix, und sagte,daß derselbe in der großen, weit entfernten Hauptstadt ein schmucker,fleißiger Student sei, daß ihn Alles liebe, »nd daß er gar eines TagesKaplan in der großen Domkirche werde» könnte. Der Schreincrgcsellewurde über Nacht im Haidehanse gut gehalten, und ließ eitel Freudezurück, als er des andern Tages in entgegengesetzter Richtung von dannenzog. So kam cs, daß jedes Jahr ein- oder zweimal ein Wandersmannden Umweg über die Haide machte, dem schönen, freundlichen, Hand-samen Jünglinge zu Liebe, der gern einen Gruß an sein liebes Mütterchenschicken wollte. Ja sogar cinesmals kam Einer geschritten, und conter-seite das Häuschen sammt dem Brunnen und Flieder- und Apfelbaume.
Auch andere Veränderungen begannen auf der Haide. Es kameneinmal viele Herren und vermaßen ein Stück Haidcland, das seit Mcn-schengedenken keines Herrn Eigenthum gewesen war, und es kam einalter Bauersmann, und zimmerte mit vielen Söhnen und Leuten ei»Haus darauf, und fing an, den vermessenen Fleck urbar zu machen. Erhatte fremdes Korn gebracht, das auf dein Haideboden gut anschlng, undim nächsten Jahre wogte ein grüner Aehrenwald zunächst an VaterNiklas Besitzungen, wo noch im vorigen Frechlinge nur Schlehe» undLiebsrauenschul) geblüht hatten. Der alte Bauer war ein freundlicherMann, ei» Mann vieler Kenntnisse, und theilte gerne seinen Rath undsein Wissen und seine Hülfe an die früher» Haidebewohncr, und hieltgute Nachbarschaft mit Vater Niklas. Sie fuhren nun Beide gar in dieStadt, verkauften dort ihr Getreide weit besser, und am Getreidemarktim goldenen Rosse waren die Haidebaucrn wohl gekannt und wohlge-litten.
Nach und nach kamen neue Ansiedler; auch eine Straße wurde vonder Grundherrschaft über die Haide gebahnt, so daß nun manchmal desWeges ein vornehmer Wagen kam, deßgleichcn man noch nie auf derHaide gesehen. Auch des alten Bauers Söhne bauten sich an, und einer,sagte man sich in'sOhr, werde wohl schön Marthens Bräutigam werden.