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Liste.
Hallstadt, 26. August 183-1.
Und nun habe ich meine Angela wieder gesehen, auf ewig meineAngela! Heute sind wir Alle, Emil, Aston, seine Mädchen, Angela,Natalie, Lothar und ich, bis tief in die Nacht beieinander gewesen, undobwohl es spät ist, so muß ich doch noch ein Stuck meines lärmendensreudefuukelndeu Herzens au Dich abseuden. O komme nur, o kommenur — das sind Menschen!! Du fehlest noch, und die Häuser amTraun-sec — dann wäre ja der schönste einst so närrische Traum erfüllt; daSSchwerste ist überwunden, die Mensche» sind da!
Nur in Kürze kann ich Dir etwas senden — in Genf wirst Duwieder ein Blatt finden, das letzte. — Dann eile mit Windesflügel»nach Wien.
Nu» etwas von dem Wiedersehen Angela's. — O Titus! kommenur, daß Du sie sehen kannst, Du sichst die reinste fleckenloseste Lilie!
Wir kamen Abends in Gmunden an! Athemlos ging ich mit Emildie Treppe hinan auf ihr Zimmer — nur der beigegcbene Diener warda, und sagte, sie sei mit ihrem Mädchen längs des Sees gegen Altmün-ster gegangen. Wir ginge» eilig nach — meine Augen fanden sic bald.Im gewohnten weißen Kleide wandelte sie langsam vor uns, das Antlitzauf den abendglühenden Traunstein gerichtet. Kaum zwei Schritte warenwir noch hinter ihr, als sie sich umsah — ach ! ganz so schön, wie ichgedacht hatte, war ihr Benehmen — nur eine Sekunde stosktc sie, dannnur Freude, die schöne, die herrliche Freude, der Schmuck des Mcn-schenangesichtes, glänzte aus ihre» Auge», als sic uns die Hände reichte— nicht eine Ahnung eines Vorwurfs in den heitern Mienen.
„Ich habe Unrecht gethan, Angela! " sagte ich zitternd, indem ichihre Hand hielt und in ihre Augen sah. Fast ihren Bruder vernachläs-sigend, wandte sie sich ganz zu mir; und meinem Blicke voll Sanftmuchbegegnend, sagte sie: „Sticht Unrecht thateu Sie, nur übereilt geurtheilt