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1 (1855)
Entstehung
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selige Reise mitgenommen, wo Beide ein so trauriges Ende nahmnc.Man hielt in Rußland Angela für todt, und erst im vergangenen Som-mer, da die Fodor den Schauplatz des Mordes ihrer Eltern besuchte,ersah sie aus den dortigen gerichtlichen Angaben, daß und wo ihreSchwester lebe. Sic fuhr sofort nach Wien, und setzte ihre Gesandt-schaft in Bewegung, uni die verlorne Schwester aufzufinden. Ihre Er-zählung auf jenem Balle bei Aston, daß Sic die Fürstin im Paradies-garten gesehen, daß Lothar sic gemalt habe, daß sie ein goldues Kreuz-chen trage, wie Angela, und daß sie ihr so ähnlich sei, hat zwar nichtausschließlich das Erkennen bewirkt, wohl aber die Annäherung. DieSchwestern sahen sich in Wien, und cs war dich ein bittrer Tag fürAngela. Die Fürstin forderte, daß Angela hinfort den Umgang mitdiesen Menschen abbrechc, unter denen sie sich bishernmtrieb";sichabe nicht weiter noth, als anfgclesencs Findelkind bei derlei Menschenzu verbleiben, von Almosen zu leben, oder etwa gar von einem nochschnöder» Lohne." Angela richtete sich gegen diese Worte ans, und wiessic entschieden zurück, und da die Fürstin darauf beharrte, so weinte An-gela wohl einige bittere Unmnthsthränen, aber entsagte, wie cs in ihrerentschiedenen Natur liegt, lieber der ncugefundencn Schwester, die solchesforderte, als uns, die wir doch eigentlich die Verwandten ihres Herzensgeworden sind. Sie wies auch jeden Antrag hinsichtlich des Vermögensvon sich sie hat auch nicht nöthig einen Anspruch zu machen; dennmeine und Emil's Habe wurde schon längst in drei gleiche Thcile gctheilt,und Nngela's Theil ist ihr gerichtlich znzcsichert, da wir ja alle DreiGeschwister sind, und cs ewig bleiben wollen." Ihre Auge» brachen inThränen aus, als sie das sagte, und hinznsetztc:Morgen werden Siesic sehen, und desto früher, je weiter Sie ihr cntgcgenfahren. Sie wirdheute Abends nach Gmunden kommen."

Ich war erschüttert und gerührt, und bat sogleich, als wir zurück-kamcn, den Bruder Emil, mit mir anfznbrcchen, und nicht zu ruhen, biswir heute noch Gmunden erreicht hätten. Er sagte es zu. Das Schiffsteht bereitet. Lebe wohl!