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Theil 5 (1851)
Entstehung
Seite
193
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Dreiundvierzigster Gesang.

195 .

Seit Rüdiger an diesen Fels geschwommen,

Verweilt' er hier, wo ihn das Meer umfaßt.

Der fromme Greis lebt froh und unbeklommcnMit diesen Herrn und mahnt sie ohne Rast,

Sie sollen doch, dem Schlamm und Koth entnommen,Rein wandeln durch den stockenden Morast,

Der Leben heißt, den Thoren ein Behagen,

Und stets den Blick empor gen Himmel schlagen.

19 «.

Graf Roland ließ von seinem Schiff indessenBrod, Käs' und Schinken holen, wie auch Wein.

Der Gottesmann, der längst nur Obst gegessenUnd den Geschmack vergaß der Leckerei'n,

Muß, ihnen zu Gefallen, Fleisch mitesse»,

Wein trinken, kurz, gleich wie die Andern sehn.Nachdem sie neue Stärk' am Tisch empfingen,

So führten sie Gespräch von vielen Dingen.

197 .

Und wie es Pflegt im Reden vorzufallen,

Daß Eines ans dem Andern sich erklärt,

Fand Rüd'gcr sich zuletzt vor diesen Allen,

Roland, Rinald und Olivier, bewährtAls der, von dem die Lande rings erschallen,Einmüthig preisend seine» Heldenwerth.

Rinalden kam's vorher nicht in Gedanken,

Er sey'ö, mit dem er kämpft' in jenen Schranken.

Ariosto V. IS