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Dreinndvierzigster Gesang.
3 .
Ein Andrer schlägt des Feindes niächt'ge Schaaren,Macht sich die Thoren starker Vesten weit,
Beut stets zuerst den wilden KriegsgefahrenDie kühne Brust, enteilt zuerst dem Streit;
Und kann sich nicht vor deinen, Kerker wahren,
Und bleibt in ihm, bis ihn der Tod befreit.
Und Andre noch, geschickt in andern Dingen,Verdunkelst du, die sonst wohl Ruhm empfingen,
4 .
Waü ist von mancher edlen Frau zu sagen,
Die oft dem Bulen, der es redlich meint,
Voll Reiz und Werth, nach langen Minnetage»
Viel härter »och, als Säulen, sich versteint?
Dann kommt der Geiz und weiß sie so zu plagen,
Daß sie auf einmal wie bezaubert scheint
Und sich — wer glanbt's? — auch ohne Liebesfener
Dem Greis' ergiebt, dem Scheusal, Ungeheuer.
3 .
Wohl Gründe giebt's, die mir die Klag' entpresten;Bersteh's, wer kann, den» ich verstehe mich.
Auch Hab' ich nicht des Sanges Stoff vergessen,
Noch denkt deßhalb, daß ich vom Plane wich.
Dem, was ich sagen werde, füg' indessenWie dem, was ich gesagt, die Rede sich»
Jetzt laßt »ns wieder z» dem Ritter kommen,
Der das Gefäß schon in die Hand genommen.
Ariosto V. 9