Druckschrift 
Theil 5 (1851)
Entstehung
Seite
99
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Zweiundvierzigster Gesang.

18 .

Viel Freude hatte Roland nicht empfundenOb diesem Sieg, weil's ihm zu bitter war,

Daß Brandimart ihm durch den Tod entwunden;Auch blieb sein Schwager stets noch in Gefahr.Zwar noch am Leben ward Sobrin gefunden,

Doch dnnkel war sein Blick und wenig klar;

Denn nahe war er schon daran, sein Leben,

Beraubt so vielen Blutes, anfzugeben.

19 .

Man trug ihn weg, ganz überströmt von Blute.Mit aller Sorgfalt Pflegte Roland ihnUnd sprach ihm zu mit solchem Edelmuthe,

Als war' er ein Verwandter von Sobrin.

Denn nach dem Kamps war er der Milde, Gute,Und keinen Groll behielt der Paladin.

Den Tobten nahm er Waffen nur und Rosse,

Das Andre ließ er ihrem Knappentroffe.

20 .

Friedrich Fnlgoso glaubt hier zu gewahren,

Was ich erzählt sey eben nicht genau. s

Denn da er mit der Flott' umher gefahrenAm Strand der Barbarei von Gau zu Gau,

Kam er hierher und fand den wunderbarenEinsamen Ort so bergig und so rauh,

Daß, sagt er, auf der ganzen JnselmasseKein einz'ger Fuß ein ebnes Plätzchen fasse.

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