Druckschrift 
Theil 5 (1851)
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

28

N e u n u n dd r e ißi g st e r Gesang.81 .

Die große» Schiffe stoßen zum Empfange,

Da ihrem Wunsch ein günsl'ger Wind entspricht,Die Heiden an mit solchem Sturm und Drange,Daß manches Schiff in tausend Stücke bricht.

Auch Hand und Klugheit zaudern nun nicht lange;Und Feuer, Eisen, Steine von Gewicht,

Dies Alles kommt mit solchem Sturm geflogen,Daß nie ein gleicher über's Meer gezogen.

83 .

Die Nubierschaar, von oben her zum StreiteMit kühnerm Math begabt und größrer Kraft(Denn Zeit ist nun, daß sich der Lohn bereiteDes Frevels, den das Heidenvolk geschafft),

Trifft so geschickt und gut aus Nah' und Weite,Daß Agramant sich nirgends ihr entrafft.

Von oben stürzt auf ihn der Pfeile Regen,

Rings drohen Spieß und Haken, Art und Degen.

83 .

Steinklumpen fliegen sonder Maaß und EndeVom Wurfgeschütz, von Kriegsmaschinen her,Zerschmettern an dem Heck und Bug die WändeUnd öffnen Pforten, weit und groß, dem Meer.Am ärgsten droht die Wut geworsner Brände;Leicht zünden sie, zu tilgen sind sic schwer.

Das unglücksel'ge Volk will sich verhängterGefahr entziehn, und sieht sich stets bedrängter.