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selbst horizontal bewegt, und dies Verfahren wiederhole man sc»lange , bis in beydcn Lagen des Instruments der Faden immer genaudasselbe Object trifft. Ist dann die Rotalionsaxc des ganzen In-struments horizontal, so wird die Colliinationslinie des Mittags-rohres einen grölsten Kreis beschreiben , der senkrecht auf demHorizont ist, also durch das Zenilhgeht.
IV. Diese Horizontalität der Rotationsaxe aber kann manso erhalten.
Erstens, durch die Libelle. Man hange sie mit ihremArme an die Zapfen der Axe. Ist die Blase nicht in der Mitte , soist entweder die Axe nicht horizontal , oder die Oberllache derLibelle jener Axe nicht parallel, d. h. die Libelle nicht rectilicirt.'Man verbessere daher die Hälfte des Fehlers durch die Schraube,welche die Axe vertical auf und ab bewegt, und die andereHälfte durch die Schraube der Libelle. Hat man so die Blase in dieMitte gebracht, so kehre man die Libelle um , so dafs ihr östlicherArm westlich werde. Ist in dieser Lage der Libelle die Blase nichtin der Milte, so verbessere man , wie zuvor, die eine Hälfte desFehlers durch die eine, und die andere Hälfte durch die andereSchraube. Dann kehre man die Libelle wieder um , und wiederholedieses Verfahren so lange , bis in beydcn Lagen der Libelle dieBlase genau einspielt.
Dies setzt voraus , dafs die Zapfen der Axe gleiche Durch-messer haben. Sind diese Durchmesser ungleich , so wird auf dieseArt nicht die Horizontalität der wahren Axe , sondern nur die derober u Oberiläche der Zapfen erhalten, und das Instrumentbeschreibt dann nicht einen grölsten Kreis, sondern in einerconischen Bewegung einen kleineren. Um aber auch die u n t er eOberiläche der Zapfen zu prüfen, kann man das Fernrohrumkehren , so dafs sein Objectiv nach Norden stehe , wenn es zuvornach Süden stand, und dann dasselbe Verfahren wiederholen.
Zweytens, durch das Loth. Man stelle das Kohrsenkrecht, das Objectiv oben, und lasse das in der Nähe desObjetivs befestigte Loth so herab, dafs es genau den neben demOcular von dem Künstler bezeichnelenPunkt trifft ( welcher Punktjetzt z. B. gegen Süden gekehrt ist.) Man kehre dann das Rohrum, so dafs seine östliche Axe westlich werde, und sehe, ob derFaden wieder jenen , jetzt gen Norden gelegenen, Punkt trifft.Thut er dies nicht, so verbessere man die Hälfte des Fehlers durchdie Schraube „welche die Axe senkrecht bewegt, und die andereHälfte durch die Bewegung jenes Punktes selbst, welcher sich inseiner Fassung excentrisch herum bewegen läfst. Dann kehre mandie Axe wieder um (in die erste Lage) , verbessere die zwev Hälftendes Fehlers wie zuvor, und setze das Verfahren so lange fort, bisin beyden Lagen der Axe der Faden immer genau den Punkt trifft.—Auf diese Weise wird offenbar wieder nur die eine Oberfläche