Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
385
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Ocular seinem Auge gemäfs verändern, um wieder beyde , Sternund Faden, zugleich am deutlichsten zu sehen.

Ist diese erste Correction geendet, so mufs man daraufachten, dafs das Objectivglas diese Lage immer unverändertbeybehalte, denn wenn dieses Glas, wie es meistens der Fall ist,nicht genau centrirt ist, wenn seine Axe nicht dieselbe mit derAxe der metallenen Fassung des übjectivs ist, so wird jede Be-wegung dieser Fassung, indem man sie weiterhinein oder her-aus schraubt, nicht blofs den Brennpunkt des Objeclivs, in wel-chem das Fadennetz stehen soll, sondern selbst die Collimations-linie verändern. Man kann daher auf der Fassung und dem Rohre,in welches die Fassung geschraubt ist, ein Zeichen machen, da-mit man, wenn man ja später das Objectiv, um es zu reinigen ,herausnimmt, es immer wieder genau auf seinen vorigen Piatzzurück bringen kann.

II. Die Verlicalität des mindern Fadens kann man durch einLotlx prüfen, welches man in einiger Entfernung aufhängt; auchkann man, nachdem man die Axe des Instruments mittels derLibelle (IV) horizontal gestellt bat, den Faden an irgend einemwohl bestimmten Objecte auf- und ablaufen lassen, wo er, wenner während der Bewegung des Rohrs immer genau denselbenPunkt des Objectes deckt, vertical seyn wird. Eine eigene Schrau-be ist dazu bestimmt , das Fadennetz um seinen Mittelpunkt zudrehen.

Oh die andern verticalen Fäden mit dem mittleren parallelsind, lindet man , wenn man ihre Verticalität ebenso untersucht,wie die des mittleren Fadens , oder wenn man Sterne von gleicherDeclinalion so weitals möglichüber und unter dem Mittelpunktedes Feldes durch die vertikalen Fäden gehen läfst. Sind die Intel *valle für beyde Sterne bey der.* 'Iben Fäden gleich grofs , so sinddie Fäden parallel.

Die Ilorizontalität des zweyten mittleren Fadens kann mandurch Sterne prüfen , die dem Aequator sehr nahe sind. Bleibt derStern während seinem ganzen Durchgang auf dem niittleru Faden ,so ist er horizontal.

III. Die Collimatiorsrinie, d. h. die Linie, welche die Mit-telpunkte beyder Gläser mit dem Mittelpunkte des Fadennclzesverbindet, mufs auf der horizontalen Rotationsaxe des Instru-ments normal seyn. Zu diesem Zwecke richte man den niittleruFaden auf ein wohl bestimmtes, sehr entferntes Object. Dannkehre mau die Axe utn, so dafs der östliche Zapfen der westlicheu. f. werde. Trifft in dieser Lage der Faden nicht wiederdasselbe Object, so verbessere man die Hälfte des Fehlers an derSchraube , welche das Fadennetz horizontal bewegt, und allen-falls die andere liälfte durch die Schraube , welche das Fernrohr

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