Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
381
Einzelbild herunterladen
 

t

3öi

stanz y beider Objecte, Nimmt man die Höhe eines Objectes,indem man z. B. das Bild desselben auf der Wasserlläche odereinem andern künstlichen Horizont von dem in dem grofsenSpiegel durch Reflexion gesehenen Bilde des Objectes sich den-ken läfst, so erhält man offenbar die doppelte Höhe des Objec-tes über dem Horizonte. Uebrigens wird, wie man leicht sieht,die Deckung beyder Bilder nicht merklich gestört, wenn manauch den Sextanten etwas um sich selbst bewegt, und eben dies *macht dieses Instrument zur See so wichtig, wo man es, so wieauf dem Rande , während der Beobachtung , mittels einer Hand-habe , in freyer Hand zu halten pilegt.

5 - ' 5 -

Ehe man mit diesem Instrumente gehörig beobachten kann,mufs es zuerst in allen seinen Theilen gehörig rectificirt werden.Man sieht aus dem Vorhergehenden , dals der kleine Spiegel senk-recht auf der Ebene des Sextanten stehen, und dafs er, wennder Index der Alhidade auf Null steht, mit dem grofsen Spiegelparallel seyn soll. Der grol'se Spiegel aber wird gewöhnlichschon von dem Künstler unveränderlich senkrecht auf der Ebenedes Instrumentes befestigt, und bedarf dann keiner Correction;der kleine hingegen ist absichtlich beweglich eingerichtet, umeine durch Zufall entstandene Störung desselben immer leichtverbessern zu können. Man kann nämlich diesem kleinen Spie-,gel durch zweyerley Schrauben eine doppelte Bewegung geben.Die eine derselben ist auf der Rückseite des Spiegels ange-bracht , und durch sie kann man den Spiegel um eine auf dieFläche des Sextanten senkrechte Axe drehen; die andere aberdient dazu, den Spiegel senkrecht auf die Ebene des Instru-ments zu bringen. Diese zwey Correctiouen kann man sofinden:

Man stelle den Nullpunkt der Alhidade auf den Nullpunktdes eingetheilten Randes. Decken sich in dieser Lage die bey-den Bilder desselben sehr entfernten Gegenstandes, so hat4 keiner der beyden Fehler' statt. Decken sie sich nicht, so be-wege man die Schraube an der Rückseite des kleinen Spie-gels so lange , bis sie sich decken. Kann man aber durch dieseSchraube eine genaue Deckung der Bilder nicht hervorbringen,sondern gehen die Bilder, statt sich zu decken, neben einan-der vorbey , so steht der kleine Spiegel nicht senkrecht, undman mufs nun noch die andern Schrauben in Bewegung setzen,bis man die Deckung scharf darslellt.

Man kann-aber auch noch vortheilhafter so verfahren:

Man drehe die Alhidade , biß die beyden Bilder desselben sehrentfernten Gegenstandes sich decken , oder , wenn dies nicht mög-