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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
287
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der Zustand voll Schmerzen zu unserem eigenen artet: welchehöhere Uneigcnnützigkeit denn nur denkbar sei? Ich kennenur die eine denkbare, daß man das sremde Ich noch hei-ßer wie seines versorge, daß man seines vergesse, verschmähe,verstoße. Aber dann wäre sa im eigentlichen Sinne dasfremde Selbst in meines verkehrt der Trieb wäre nurverpflanzet, nicht veredelt und ich hätte blos die Jchö ge-tauscht. Denn eben darin beruhet der Nicht-Eigennutz, daßmeine Natur trotz ihrer Selbstständigkeit in den Zustandeiner fremden eingeht, und daß ein Ich mehren JchS nach-fühlt. Wie gesagt, wär'ü möglich, eine sremde Glückselig-keit durchaus ohne Wunsch einer eigenen zu begehren undein fremdes Ich mit etwas anderm zu lieben als mit demeignen eine Unmöglichkeit selber bei Gott so wärenichts erbeutet, denn ich besäße sa nun den fremden Trieb,und mein Eigennutz wäre bloS in ein fremdes Ich gezo-gen aus meinem. . . .

Da ich diesen Aufsatz zweimal umgeschriebcn, so Hab'ich zweimal jenes stärkende Vergnügen gekostet, das uns er-frischet, wenn der Kopf die Wünsche des Herzens vidimiretund affckuriret. Indessen war ich doch nie so unglücklich,daß ich jemals selber in den früher» Jahren, wo diejunge Seele die Seelenwanderung durch die Philosophenwie durch Thiere anstellt und bald in jenen Kopf, bald indiesen fährt in den Körper des Helvetius gefahren wäreund mit ihm mich im schmutzigen Glauben an einen allge-meinen Eigennutz aller Menschen und zuletzt der ganzenSchöpfung, weil die Beweise dieselben sind gewälzet hätte.