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Wahrlich, ich wüßte nicht, was man an sich noch zu liebenhätte außer jener Liebe für andere, und ob uns irgend einEigennutz unausstehlicher seyn könnte als eigner. Glücklichist der Mann, dem ein reifendes Herz und gute Menschenwie er und ein Horizont ohne Gewitter endlich die Ueber-zeugung beschcerct haben, daß — so wie die magnetische undelektrische Materie derselbe Universalgeist ist, der die Wolken,die Zittcrstsche und die Magneten zieht, der im Nvrdschcinals milder Schimmer, im Gewitter als Wetterstral, im Men-schen als Heiligenschein, in den Fischen*) als Zug undSchlag und in den Nerven als Lebensgeist wirkt — glücklichist der, sag' ich, der immer mehr glaubt, daß die Liebe, die-ser menschliche Magnetismus, immer dieselbe geistige Elektri-zität und DeSorganisazion verbleibe, sie mag als Blitz inder Geschlcchter-Liebe — oder als sanfter Nord- und Hei-ligenschein in der Menschenliebe — oder als Lichtmagnet inder Freundschaft — oder als Nervengeist in der Mutterliebe
erscheinen.-Ich preise diesen Mann darum glücklich,
weil er dann nicht nur Mensche» wie Brüder, sondern auchBrüder wie Menschen lieben wird; ich meine, weil er, aufden Stufen der Blutfreundschaft zu dem Gipfel der Geister-freuudschaft getragen, dann wieder jene durch diese veredelnund im Vater, Sohne, Geliebten, Freunde noch etwas höhe-res außer dem Genannten lieben wird-- den Men-
schen. — Es gibt hinter diesem hohen Namen noch etwasHöheres, das wir an der ganzen Geisterwelt lieben können:Gott. —
*) Die hiezu gehörige Note will ich, weil der Mensch glaubt, ermüsse Noten schneller und kalter lesen, nachher in den Tert versetzen.