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durch eine Täuschung der Personisikazion gegen das rettendeBrett im Schiffbruch, gegen ein altes Hausgeräthe und gegenMenschen, die ihm ohne ihren Willen nutzten, eingeflößetwird. Folglich liebt der Erbe am Wohlthäter nicht seinemetallische Nützlichkeit — diese hatt' er schon vor dem Gebenlieb — sondern seine Gesinnung gegen ihn, d. h. seineLiebe, also den fremden Seelenzustand, und die Befriedigungdes Eigennutzes war nur das nothwendigc Mittel, fene Liebeaufzudecken und vor die Seele des andern zu bringen.
Jetzt behaupt' ich aber weiter: die Liebe des Erben gegenden Testator ist von unsrer gegen den milden Onkel Tobynicht in der Art verschieden, sondern im Grade. Ich sage:nicht in der Art. Alle Liebe liebt nur Liebe; sie ist ihreigner Gegenstand. Unsere Affekten sind überhaupt gleichsamVerkörperungen des sittlichen Triebes, und in ihnen ist dieGestalt des letztem, wie in den Thieren die menschliche, aus-gedrückt, aber nur anagrammatisch in- und auseinander ge-schoben und ohne Eurythmie. Der Zorn ist gleichsam einplethorischeö Gefühl der moralischen Häßlichkeit, der Neid istdas Gefühl des Mißverhältnisses zwischen unserem oder frem-dem Schicksal und Werth, und so der Ehrgeiz, die Liebe u. s. w.So ist sogar die Liebe gegen weibliche Schönheit — abge-sondert vom ästhetischen Gefallen daran, das am Ende nureine kühlere Liebe ist — nichts, als die Liebe gegen diedurch Farben- und Linien-Reize hieroglyphisch abge-malte und in Menschen-Wachs bossirte Liebe oder mora-lische Schönheit.
Wir ahmen den fremden Zustand der Menschenliebenach, wir oder andere mögen der Gegenstand der letztemseyn; ich meine, unsre Liebe gegen den Wohlthäter ist gleich