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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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pcln, daß sie sich selber zuhört, und mit denen unsere tiefhcraufgewühlten unendlichen cxaltirten Hoffnungen undErinnerungen gleichsam im Schlafe reden, daß nun dieTöne ihre Allmacht von dem Sinne des Gränzenloscn über-kommen, daS brauch' ich nicht weiter zu sagen. Die Har-monie füllet uns zum Thcil durch ihre arithmetischen Ver-hältnisse: aber die Melodie, der LebenSgeist der Musik,erkläret sich aus nichts als etwan aus der poetischen reinenNachahmung der rohcrn Töne, die unsere Freuden und unsereSchmerzen von sich geben. Die äußere Musik erzeugt alsoim eigentlichen Sinn innere; daher auch alle Töne uns einenReiz zum Singen geben.

Aber genug! Ich schließe, wie ein Schauspiel, mit dergeliebten Tonkunst. Ich hätte noch viel cinzuschränken, zubeantworten und nachzuholen, z. B. das, daß eS eine genie-ßende und eine schaffende Phantasie gebe, und daß jenes diepoetische Seele sei, die den Sinn deö Unendlichen feiner hat,und dieses die schöpferische, die ihn versorgt und nährt, oftohne ihn zu haben; ich könnte noch mit den Kräften desMondscheins, der Nacht, der bunten Farbenwogen in Thau-tropfen meinen Satz befestigen: aber einer, der bei Taglichtblind wäre, würde auch bei wolkenlosem Sonnenlicht nichtssehen. Es ist mir so sehr personifiziert der Mensch sogarseine eignen Theile als müßt' ich jetzt der Phantasie, überdie ich zu lange geschrieben, und unter deren heißen Linie wieunter der andern ein ewiger Morgenwind der Jugendweht, als müßt' ich ihr dankbare Empfindungen für dieStunden, für die Gärten, für die Blumen, selber für dieWünsche bringen, die sie wie Guirlandcn um das einfarbigeLeben flicht. Aber hier will wieder der Mensch, wie so oft,