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lisch scyn. Die richtigste Beschreibung einer Gegend gehöretdarum noch in keinen Musenalmanach, sondern mehr in einFlurbuch — ein Protokoll ist darum noch keine Szene auseinem Lustspiel — die Nachahmung der Natur ist noch keineDichtkunst, weil die Kopie nicht mehr enthalten kann als dasUrbild. —
Die Poesie ist eigentlich dramatisch und malt Empfin-dungen, fremde oder eigene; das Uebrige — die Bilder, derFlug, der Wohlklang, die Nachahmung der Natur — dieseDinge sind nur die Reißkohlen, Malerchatoullen und Gerüstezu jener Malerei. Diese Werkzeuge verhalten sich zur Poesiewie der Generalbaß oder die Harmonie zur Melodie, wie dasKolorit zur Zeichnung. Dazu setz' ich nun weiter: alleQuantitäten sind für uns endlich, alle Qualitätensind unendlich. Von jenen können wir durch die äußernSinne Kenntniß haben, von diesen nur durch den inner».Folglich ist jede Qualität für uns eine geistige Eigenschaft.Geister und ihre Aeußerungen stellen sich unserem Innerneben so gränzenlos als dunkel dar. Mithin muß das in unsgeworfene Sonnenbild, das wir uns vom Dichter machen,vergrößert, vervielfältigt und schimmernd in den Wellen zit-tern, die er selber in uns zusammentrieb*).
Aber das war's nicht, worauf ich kommen wollte, son-dern darauf, wodurch und womit die schönen Künste auf uns
*) Ohne die Erwägung des Geistes, der schuf, war' cs nichtzu erklären, warum eine Szene aus Shakspcare nur halbgefiele, wenn wir wüßten, er hätte sie von Wort zu Wortaus irgend einem wirklichen Zufall, Protokoll, Dialoge aus-geschrieben.