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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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Phantasie (dieser transzendenten «nd verpflanzten Empfindung).Daher sind beide in Wilden, Landleutcn und Weibern kräf-tiger und feiner: denn Schauspiele, Erzählungen, Töne undTräume ziehen tiefere Furchen in ihren Seelen. Auch derRausch macht zugleich die Phantasie und die Sinne schärfer.Freilich sind oft am dichterischen Genie alle äußere Sinnen-Nerven verdorret und abgewelkt; aber der Wuchs des einenZweiges hatte nur die andern auSgesogen, so wie ja auchdie Sinne z. B. Ang' und Ohr einander gegenseitigberauben und erstatten. Unter den Wilden wird blos dasGenie die schärfsten Sinne haben.

Jetzt Hab' ich zweierlei zu thnn. Ich muß erweisen, wiediesem allen ungeachtet die Phantasie uns in ihren Ländereienmit Zaubcrspiegeln und Zauberflöten so süß bethörcn und somagisch blenden könne; zweitens muß ich vorher die meistendieser magischen Kunststücke aufzählen.

Alle Personen, die blos auf dem Zanberboden der Phan-tasie stehen, verklären sich unbeschreiblich vor uns, z. B.Todte Abwesende Unbekannte. Der Held einerBiographie sei uns noch so treu vorgezeichnci: gleichwolfängt ihn unsere metamorphotische Einbildung größer ans,als unsere plane Netzhaut ihn malen würde, wie in derMalerei ein treu abgcmalter Menschenkopf größer scheint alssein Urbild von gleichem Quadratinhalt. Daher stehet derLandmann auf dem elektrischen Jsolatorium des Jdyllendich-ters stralend und mit einem Heiligenschein umzogen; eben soficht auch der Wilde in Rousseau'ö Kopf und die Kinder injedem dichterischen.

So zieht das Fernrohr der Phantasie einen bunten Dis-