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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
252
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so ist's doch bei den Empfindungen falsch, die wir, wie Kantgenug erwiesen, eben so gut (nach und mit einer unbegreif-lichen plastischen Form in uns) erzeugen als innereBilder. Da der Spielraum der Sinne enger ist als der derPhantasie: so entsteht die Täuschung, daß wir uns jene nurin den Ketten des Körpers und diese nur in den Zügeln desWillens denken, da wir doch eben sowol in Einem fortphantasiren als empfinden müssen. Die Empfindung stelletmit dem Kolorit der Schmelz- oder Musivmalerei z. B. einenMenschen vor mich, die Phantasie thut's mit der Bläffe derschwarzen Kunst oder (in einem Dichter) mit tinw.Daß beide sich blos im Kolorit unterscheiden, sieht man ammeisten dann, wenn die Lebhaftigkeit der Phantasie diesenUnterschied der Farbengebung aufhebt ich meine im hitzi-gen Fieber, wo der bleiche Leichnam (ich meine die Vorstel-lung von einem Menschen) in dem Kopfe mit so viel Lebens-geistern und Blut ausgespritzet wird, daß ihn der Fieberkrankewirklich als einen Lebendigen außer seinem Kopfe zu erblickenmeint; und dann sieht die Vorstellung so lebhaft und ganzso aus wie eine Empfindung.

Allerdings ist noch ein Unterschied und ein größererdenn ich suche mit jenen Ähnlichkeiten nicht die Phantasiezu verkörpern, sondern blos die SinneIzu vergeistigenes ist nämlich der, daß unser unbekanntes Ich die Sukzessionin der Phantasie (wie das Simultane um in der Empfin-dung) ordnet und regelt, sogar im Chaos des Traums, dadie drei Gesetze der Jdeenassoziazion blos vom Körper aufkeine Weise beobachtet werden könnten.

Zufolge jener Ähnlichkeit ist also Stärke der (fünfsin-nigen) Empfindung immer um und neben der Stärke der