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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
236
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Der Kranke erkannte den Augenblick diese vorragendcnSpitzen einer im Strome der Zeit untcrgegangnen Frühling-welt, diesen Halbschatten, diese Dämmerung versunkner Tage diese Brand- und Schädelstättc einer himmlischen Zeit,die wir nie vergessen, die wir ewig lieben und nach der wirnoch auf dem Grabe zurücksehen. . . . Und als er daö sah,drehcte er langsam den Kopf umher, wie wenn ein langertrüber Traum aufgehörct hätte, und sein ganzes Herz floßin warmen Thränenregen herab, und er sagte, indem sichseine vollen Augen an die Augen der Mutter anschloffen:lebet denn aber mein Vater und mein Bruder noch?"Sic sind nicht längst gestorben," sagte die wunde Mutter;aber ihr Herz war überwältigt, und sie kehrte das Auge weg,und bittere Thränen fielen aus dem niedergebückten Haupteungesehen. Und hier übergoß auf einmal jener Abend, woer durch den Tod seines Vaters bettlägerig und durch seineSpielwaaren genesen war, seine Seele mit Glanz und Lich-tern und Vergangenheit.

Nun färbte sich der Wahnsinn-Nosenflügcl in der Au-rora unserS Lebens und fächelte die schwüle Seele, erschüttelte Schmetterling-Goldstaub von seinem Gefieder aufden Steig, auf das Blumenwerk des Leidenden, in derFerne gingen schöne Töne, in der Ferne flogen schone Wol-ken o das Herz wollte sich zerlegen, aber blos in flat-ternde Staubfäden, in weiche fassende Nerven; das Augewpllte zerfließen, aber blos in Thautropfen für die Kelcheder Freudenblumen, in Bluttropfen für fremde Herzen; dieSeele waltete, zuckte, stöhnte, sog und schwamm im heißen,lösenden Rosenduft des schönsten Wahns. . . .

Die Wonne zügelte sein fieberhaftes Herz, und seine