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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
230
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überlebter Todesangst steigt in das Helle glatte Meer, dasihn wiegend führte, schnaubend das Scenngeheuer des Todesaus dem vermoderten Abgrund herauf und des UnthiersNachen klafft und das stille Meer zieht in Wirbeln in denNachen und nimmt ihn mit.

Aber der Geduldige legte still und langsam und miteinem obwol tödtlich-erkälteten, doch schweigenden Herzendie Blätter zusammen blickte sanft und fest über denGottesacker, auf dem er im Mondschein den Hügel seinesVaters unterscheiden konnte schauete furchtsam auf zumHimmel voll Sterne, über den sich ein weißer Wctterbaumausstrcckte und ob er sich gleich ins Bette sehnte, umsich cinzubaucn und alles zu verschlafen, so betete er dochvorher am Fenster für Weib und Kind, im Falle diese Nachtdie letzte wäre.

Hier schlug eS auf dem Thurm zwölf Uhr; aber eineausgebrochene Eisenzacke ließ die Gewichte in Einem fortrollen und den Glockenhammer fortschlagen und er hörteschauerlich die Drähte und die Räder raffeln, und ihm war,als ließe setzt der Tod alle längere Stunden, die er noch zuleben gehabt, hinter einander auSschlagen und nun wurd'ihm der Gottesacker beweglich und zitternd, das Möndlichtflackerte an den Kirchfenstern, und in der Kirche schossenLichter herum und im Gebeinhause sing's an sich zu regen.

Da schauerte ihn und er legte sich ins Bette und schloßdie Augen, um nichts zu sehen; aber die Phantasie bliessetzt im Dunkel den Staub der Todten auf und trieb ihnzu aufgerichtetcn Riesen zusammen und sagte die hohlen auf-gerissenen Larven wechselnd in Blitze und Schatten hinein. Dann wurden endlich farbige Träume aus den durchsich-