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Dreizehnter Zettelkasten.
Tauftag.
>^)eutc ist der einfältige Kantatesonntag: aber eö ist nichtsmehr von ihm noch da als eine Stunde. — Beim Himmel!vergnügt waren wir heute sehr. Ich glaube, ich habe so gutgetrunken wie ein anderer. — Man sollte sich aber freilichin allem mäßigen, im Schreiben, Trinken und Freuen; undwie man den Bienen Strohhalme in den Honig legt, damitsie nicht in ihrem Zucker ertrinken, so sollte man allezeit einigefeste Grundsätze und Zweige vom Baume des Erkenntnissesin seinen Lebenssyrup statt jener Strohhalme Wersen, damitman sich darauf erhielte und nicht darin wie eine Ratteersöffe. Ich will aber jetzt im Ernste ordentlich — schreiben(und auch leben) und daher, um kälter den Tausaktuö zureferiren, mein Feuer mit Nachtthau auSgießen und noch eineStunde hinauslaufen in die mit Blüten und Wellen gestickteNacht, wo ein lauer Morgenwind sich düftetrunken auö Blü-tengipscln auf gebogne Blumen herunterwirft und über Wie-sen streicht und endlich auf eine Woge fliegt und auf ihr denschimmernden Bach heruntersährt. O draußen unter denSternen, unter den Tönen der Nachtigall, die nicht am Echo,sondern an den fernen herabschimmcrnden Welten zurückzu-schlagen scheinen, neben dem Monde, den der sprudelnde Bacham gestickten gewässerten Bande sortzicht und der unter diekleinen Schatten des Users wie unter Wolken einkriecht, ounter solchen Gestalten und Tönen wird der Mensch ernst,