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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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Schwerte, unbegreifliches Schicksal! Und wenn du es aufzic-Heft und schwingest, ergötzet ihn das Pfeifen und Wehendesselben kurz vor dem Schlage!

Schon gestern wußt' ich's; aber ich wollte dem Leserden ich von weitem darauf bereitete, nichts von der traurigenNachricht sagen, daß ich im Schränkchen des untergegangncnBruders eine alte HauSbibcl, worin die Jungen buchstabirenlernten, mit einem weißen Buchbinderblatte gefunden, auf dasder Vater die Geburtjahre seiner Kinder geschrieben hatte.Und eben dieses gab dir, du arme Mutter, zcither denKummer, den wir kleinern Ursachen bcimaßen, und dein Herzstand bisher mitten in dem Regen, der uns schon vorüberge-zogen und in einen Regenbogen verwandelt zu seyn schien!Nur aus Liebe zu ihm hatte sie jährlich einmal gelogen undsein Alter verdeckt. Recht glücklicher Weise machten wir denSchrank ohne sein Beiseyn auf. Ich habe noch immer dieAbsicht, ihm nach dem fatalen Sonntage mit dem buntenNachlasse seiner Kindheit und mit alten Christgeschenken neuezu machen. Jndeß wenn wir nur, ich und die Mutter, ihmmorgen und übermorgen unablässig wie Angelschwimmfedernund Fußblöcke nachrückcn, damit kein mörderischer Zufall denVorhang vor seinem Geburtschein lüste: so ist cS schon zumachen. Denn jetzt würde freilich das Geburtdatum seinenAugen im metamorphotischen Spiegel seiner abergläubigenPhantasie und hinter dem vergrößernden Zauberdunst seinerjetzigen Freuden wie eine rothe Todeö-Untcrschrift entgegen-brennen. . . . Aber noch dazu sitzt das Blatt aus der Bibelschon höher als wir alle, nämlich im neuen Thurmknopf, inden ich's heute vorsichtig eingcschobcn habe. Eigentlich hat'sgar keine Noth.