wird: so ist die Büchse darin und der dermalige Pfarrerlernt euch alle kennen." — Und nun wurde der neue Thurm-globus mit dem Blei-Napf, worin sich die Namen der Um-stehenden aufhielten, so zu sagen voll geladen und saturiretund anö Zugseil geheftet und jetzt machte sich der bisherder Pfarrgemeinde aufgesetzte Schröpfkopf in die Höhe. . . .
Beim Himmel! jetzt ist der ungeschmückte Styl eineSache außer meinem Vermögen — denn als der Knopfrückte, schwebte, stieg: trommelte es mitten im Thurm, undder Schulmeister, der vorher aus dem gegen die Gemeindegerichteten Schallloch herniedergesehen hatte, stieß jetzt miteiner Trompete zu einem einsamen Sciten-Schallloch heraus,vor dem der steigende Knopf nicht vorbei zog. — Aber alsder ganze Kirchsprengel zappelte und jubelte, je höher dasKapital seinem Halse kam — und als es der Schieferdeckerempfing und herumdrehte und der Spitze glücklich inkorporirte
— und als er eine Baurcde, an den Knopf sich lehnend,zwischen Himmel und Erde auf diese und auf uns alle her-unterhielt — und als meinem Gevatter vor Wonne, der zei-tige Pfarrer zu seyu, die Thräncn in den Priesterornat herab-liefen: so war ich der einzige — wie seine Mutter die einzige
— in deren Seelen ein gemeinschaftlicher Kummer eingriff,um sie zu pressen bis aufs Bluten: denn ich und die Mut-ter hatten, was ich nachher weitläuftigcr sagen werde, gesternim Kästchen des Ertrnnknen von seines Vaters Hand gefun-den, daß er übermorgen, am Kantate- und Taufsonntag, —zwei und dreißig Jahre alt werde. — O (dacht' ich, indemich den blauen Himmel, die grünen Gräber, den glimmendenKnopf, den weinenden Pfarrer anschaucte), so steht der armeMensch allemal mit zugebundenen Augen vor deinem scharfen