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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
199
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zwei Menschen thun, die schon die Trauerschleppe des Lebens,nämlich das Alter, tragen, deren Haare und Wangen schonohne Farbe, deren Augen ohne Feuer sind und deren Ange-sicht tausend Dornen zu Bildern der Leiden ausgestochenhaben, wenn diese sich umfangen mit so müden alten Armenund so nahe am Abhange ihrer Gräber, und wenn sie sagenoder denken:eS ist an uns alles abgestorben, aber dochunsere Liebe nicht o wir haben lange mit einander ge-lebt und gelitten, nun wollen wir auch zugleich dem Todedie Hände geben und uns mit einander wegführen lassen:"

--so rufet alles in uns aus: o Liebe, dein Funke ist

über der Zeit, er glimmt weder an der Freude, noch an derRosenwange, er erlischt nicht, weder unter tausend Thrä-nen, noch unter dem Schnee des Alters, noch unter derAsche deines Geliebten. Er erlischt nie; und du All-gütiger, wenn es keine ewige Liebe gäbe, so gäb' es ja garkeine! . . .

Dem Pfarrer ward eS leichter als mir, sich einen Ue-bergang vom Herzen zum Magen zu bahnen. Er trug jetztThiennetten, deren Stimme sich sogleich erheiterte indcßihr Auge einmal umS andere zu glänzen anfing seinVorhaben vor, das Frostwetter zu benutzen und so viel insHaus einzuschlachtcn, als sie haben:das Schwein kannkaum mehr aufstehen," sagt' er und bestimmte den Entschlußder Weiber, ferner den Metzger und den Tag und die Zahlder Schlachtschüffeln; er besprach alles mit einer Pünktlich-keit, mit der die Kriegsinnung (welche den Trokar derüberfüllten Menschheit, nämlich das Marsschwert, ansctzt)einen Tag vorher zn Werke geht, ehe sie eine Provinz insHatz- und Schlachthaus treibt.