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tcrn und an das, was bei dcr Taufe gekocht werden soll.Aber du, Thiennette, hattest edlere Gedanken, obwol jeneauch mit. — Der noch eingehüllte Liebling deines Herzensruhete vor deinen Augen wie ein kleiner auf einen Grab-stein gebildeter Engel, dcr mit seiner kleinen Hand immerauf dein Sterbejahr hinzeigte; und jeden Morgen und jedenAbend dachtest du mit einer Gewißheit des Todes, von dcrich die Gründe noch nicht weiß, daran, daß die Erde einedunkle Baumannshöhle ist, wo das Menschenblnt wie Tropf-stein, indem es tropft, Gestalten aufrichtct, die so flüchtigblinken und so früh zerfließen! — Und das war's eben,warum deine Thräncn unaufhaltsam aus deinen sanftenAugen quollen und alle deine ängstlichen Gedanken an deinKind verriethen; aber du machtest den traurigen Erguß dei-nes Herzens durch die Umarmung wieder gut, worin du mitneuer entzündeter Liebe an deinen Gatten fielest und sag-test: „eS gehe, wie eS will, Gottes Wille geschehe, wennnur du und mein Kind am Leben bleiben — aber ich weißwohl, daß du mich, Bester, so sehr liebest wie ich dich." ...Lege deine Hand, Mutter, voll Segen auf sie; und du, gu-tes Schicksal, ziehe deine niemals ab von ihnen! —
Ich stehe zwar voll Rührung und voll Glückwünscheneben dem Kusse zweier Freundinnen und neben der Umar-mung von zwei tugendhaften Liebenden, und ans dem Feuerihrer Altäre fliegen Funken in mich; aber was ist diese Er-wärmung gegen die sympathetische Erhebung, wenn ich zweiMenschen, gebückt unter einerlei Bürden, verknüpft zu einer-lei Pflichten, augefeuert von derselben Sorge für einerleikleine Lieblinge, einander in einer schönen Stunde an dieüberwallenden Herzen fallen sehe? Und wenn es vollends