verjährten Winkel vertheilt; — ein mit dem Diadem oderder Schärpe eines himmelblauen Bandes umwickelter Flachs-rocken steht am Ritterbctte, weil heute am halben Feiertagegesponnen werden kann; — die bändcrbreiten Papierab-schnitzel, worauf Predigt-DiSposizioncn kommen, liegen weißneben den zugeschnittencn Predigten selber, nämlich nebenden Oktav-Heften dazu, denn der Pfarrer und sein Arbeit-tisch sind der Kälte wegen aus der Studir- in die Wohn-stube heruntcrgezogen; — seine große Muff-Wamme hängtneben dem reinen Bräutigamschlafrock — was wir in derStube vermissen, ist bloö Er und Sie. Denn er predigtesie heute in die bloße Aposteltagkirche hinein, damit ihreMutter ohne Zeugen — außer die paar tausend Leser, diemit mir ins Fenster sehen — die Proviantbäckerei undden ganzen Küchcnwagcn des Geburtfcstes beschicken unddas beste Tischzeug und Eingemachte ungeseh^ auftragenkönnte.
Der Seelensorger hielt es für keine Sünde, die Kirch-leute so lange zu ermahnen und aufzurichten und zu bedro-hen, bis er dachte, die Suppe dampfe über die Teller. Dannführte er die Neugeborne nach Hause und stellte sie plötzlichvor den Altar mit SpeiSopser, vor einen süßen Buchdrucker-stock aus Brodtorte, worauf ihr Name mit ächter Mönch-schrift aus Gaumbuchstaben von Mandeln eingebacken war.Im Hintergründe der Zeit und der Stube verberg' ich gleich-wvl noch zwei — Flaschen Pontak. — Wie schnell wurdenam Strale der Freuden deine Wangen reif, Thiennctte, alsdein Eheherr feierlich sagte: „eS ist heute dein Gcburttag,und der Herr segne dich und behüte dich und lasse sein An-gesicht über dich leuchten und schenke dir zur Freude deiner