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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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ßere Liebe in unser Herz? Jst'S der nächtliche Druck derHülflosigkcit, oder ist's die erhebende Absonderung aus demLebensgcwühle, die Verhüllung der Welt, worin der Seelenichts mehr bleibt als Seelen; ist's darum, weswegen dieBuchstaben, womit der geliebte Name in unserem Innernsteht, gleich als wären sie Phosphor-Schrift, zu Nachtsbrennend erscheinen, indeß sie am Tage nur im bewölk-ten Umriß rauchen?

Er ging mit seiner Braut in den Schloßgartcn: sieeilte schnell durch das Schloß und vor dessen Gcsindstubevorüber, wo die schöne» Blumen des JugcndlcbenS untereinem langen Druckwerk breit und trocken gepresset wurden,und ihre Seele that sich groß und athmcnd im freien offnenGarten aus, in dessen Blumenerde das Schicksal den erstenVlumensamen ihres heutigen Lebenöflorcs ausgeworfen hatte.Stilles Eden! Grünes mit Blüten zitterndes Helldunkel!Der Mond ruht unter der Erde wie ein Todter; aber sen-seit des Gartens sind der Sonne Helle rothc Abcndwolkenwie Roscnblätter abgefallen, und der Abendstern, der Braut-führer der Sonne, schwebt wie ein glänzender Schmetter-ling über dem Rosenroth und nimmt, bescheiden wie eineBraut, keinem einzigen Sternchen sein Licht.

Die zwei Menschen kamen an die alte Gärtnerhütte,die zugcschlosscn und stumm mit finstern Stuben im lichtenGarten stand, wie eine Vergangenheit in der Gegenwart.Entblößtes Gezweig der Bäume verschränkte sich mit fettenhalben Blättern über dem dichten sich durchgreifenden Laub-werk der Stauden. Der Frühling stand als Sieger nebendem zu Füßen liegenden Winter. Im blauen Teiche ohneBlut war ein dunkler Abendhimmel ausgegraben, und sein