viccn zogen hintereinander, und Suppenteller voll Brautkuchengingen wie Töpferscheiben und Schöpfender um. — DerSchulmeister probirte aus seinem Hause mit drei Jungenein Arioso herüber und wollte nach dem Ende der Sing-stunde seinen Vorgesetzten damit überraschen. — Aber dannfielen alle Arme der schäumenden Freudenströmc ineinander,als die mit Herzen und Verirblumen behangcne Himmcl-kvnigin, die Braut, aus die Erde niederkam voll zaghafterFreude, voll zitternder demüthiger Liebe — als die Glockenanfingen — als die Marschsäule ausrückte — als sich dasDorf noch eher zusammenstellte — als die Orgel, die Ge-meinde, der Konfrater und die Spatzen an den Bäumen derKirchfenster die Wirbel auf der Heerpauke des Jubelfestesimmer länger schlugen. .... Das Herz wollte dem sin-genden Bräutigam vor Freude aus der Weste Hüpfen, „daßes bei seinem Brauttage so ordentlich und prächtig her-gehe." — Blos unter dem Kopulircn könnt' er ein wenigbeten.
Noch ärger und lauter wurde alles unter dem Essen,als Pasteten und Marzipandevisen aufgemacht wurden —als Gläser und krepirte Fische (unter der Serviette, um dieGäste zu erschrecken) herumgingen — und als die Gäste auf-standen und selber herumgingen und endlich herumtanzten:denn eS war Instrumentalmusik aus der Stadt da.
Eine Minute übergab der andern die Zucker-Streu-büchse und das Flaschenfutter der Lust, — die Gäste hörtenund sahen immer weniger, und die Beichtkinder singen immermehr an zu hören und zu sehen und trieben sich gegen Abendwie einen Keil in die offne Pfarrthüre, — ja zwei Jungenwagten es sogar mitten im Psarrhofe auf einem Brette, das