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nicht schon um sechs Uhr austrinken, sondern nüchtern blei-ben bis gegen Abend!
In der Frühe des Gebetläutens ging der Bräutigam,weil das Getöse der Zurüstungen sein stilles Beten aufhieltin den Gottesacker hinaus, der (wie an mehren Orten)sammt der Kirche gleichsam als Pfarrhof um sein Pfarrhauslag. Hier auf dem nassen Grün, über dessen geschloffeneBlumen die Kirchhofmaucr noch breite Schatten deckte, kühltesich seine Seele von den heißen Träumen der Erde ab: hierwo ihm die weiße Leichenplatte seines Lehrers wie das zu-gefallene Thor am Januötempel deö Lebens vorkam, oderwie die nach der stürmischen Erde gekehrte Wetterseite derletzten Behausung, hier wo ihm das aufgesprungene metalleneThürchen am gegitterten Kreuze seines Vaters die Inschriftendeö Todes und das Sterbejahr seines Vaters aufdeckte undalle darunter ins Blech geätzten Ermahnungen zu ernsthaftenGedanken — da, sag' ich, wurde er weicher und ernster, alsandre an diesem Tage werden, und verrichtete seine Morgen-andacht, die er sonst las, auswendig und bat Gott, ihn zusegnen in seinem Amte und seiner Mutter das Leben zufristen und zu seinem heutigen Vorhaben sein Gedeihen zugeben. Dann ging er über die Gräber hinauf in sein zaun-lvseS Winkel-Blumengärtchen und drückte, beruhigt und aufdie göttliche Obhut vertrauend, die Stäbe seiner Tulpen tie-fer in die mürbe Erde ein.
Aber als er ins Haus kam: traf er alles im Schellen-geläute und in der Janitscharenmusik der hochzeitlichen Freudean, — alle Hochzeitgäste hatten die Nachtmützen herunterge-than und tranken sehr, — es wurde geplappert, gekocht, fri-stet, — Thee-Servicen, Kasse-Servicen und warme Bier-Ser-