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färben des MorgenrothS an der Wand machten cS hell genug,daß er seine Beinklciderschnallen konnte schimmern sehen.Er weckte darauf seine Mutter leise — die Gäste sollten ebennoch lange in ihren Federn bleiben — und diese hatte dieStadtköchin zu wecken, die wie mehre Hochzcitmöbeln derStadt auf wenige Tage abgeliehen war. Er pochte vergeblichan zwei Thürcn ohne Antwort: denn Alles stand schon untenam Heerde und kochte und schürte und ordnete.
O wie erquickend legt allmälig der Frühlingtag denNonncuflor zurück, und die Erde hellet sich auf, als wär' csder Morgen einer Auferstehung. — Die Quecksilber-Säuledes Barometers, die führende Feuer-Säule der Wetter-Pro-pheten, ruhet fest über Firleins BundeSladc. — Die Sonnehebt sich rein und kühl ins Morgenblau, statt ins Morgen-roth. — Die Zugschwalbcn schießen kreuzend statt der Wol-ken durch die klingende Lust. ... O der gute Genius desschönen Wetters, der mehre Tempel und Festtage verdient(weil wir ohne ihn keine Feste haben), hob einen ätherreinenhimmelblauen Tag gleichsam aus der quellenklaren Atmo-sphäre des Mondes aus und ließ ihn mit blauen Schmetter-lingschwingcn — als wär'ö ein blauer Montag — unterder Sonne schillernd im Zickzack des wollüstigen Niederzitternsauf den engen Raum der Erde niedersinken, den setzt unserefeurigen Phantasten beschauen. . . . Und auf dem frühling-hellen Raum stehen in Blumen, auf die die Bäume Blütenstatt der Blätter niederschütteln, eine Braut und ein Bräu-tigam. .... Glücklicher! wie will ich dich malen, ohnedie Seufzer der Sehnsucht in den schönsten Seelen zu ver-mehren? —
Aber gemach! wir wollen den Zauberkelch der Phantasie