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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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Neunten Zettelkasten

oder zur Hochzeit.

(8)eh' auf, schöner Himmelfahrt- und Hochzeittag, und er-freue auch Leser! Schmücke dich mit dem reinsten Juwel,mit der Braut, deren Seele so rein und glänzend ist wie ihreHülle, so wie zugleich die Perle und die Perlenmuschcl schim-mern und putzen! Und so dringt jeder Leser über dasblühende Spalier, dessen Fruchthecke bisher unfern Lieblingvon seinem Eden trennte, hinter ihm nach!

Den Sten Mai 1793 Morgens um drei Uhr fuhr wieein Lichtstral ein Helles Posthorn-Geschmetter durch diegraue und dunkelrothe Maien-Nacht: zwei gewundene Hör-ner starreten zwischen Einer steifen Trompete, wie Frage-zeichen zwischen Ausrufungzeichen, aus einem Hause heraus,worin nur ein Beichtsohn (nicht der Beichtvater) wohnte undanblies: das Beichtkind hatte nämlich die Hochzeit, die derSeelcnhirt heute vorhatte, gestern gehalten. Der freudigeWildruf trieb den Pfarrer aus dem breiten Bette undden Pudel unten hervor, der schon seit einigen Wochen ausdem gleißend gewaschenen Deckbette vertrieben war undzwar so frühe, daß er im abspiegelnden Betthimmel, in demer bisher jeden Morgen sein rothes Gesichtchen und seinBett-Weißzeug observirte, alles nur dunkel und getuscht sehenkonnte.

Ich gesteh' es, die neu-getünchte Stube und ein Ab-