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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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schon vor der Hochzeit so große Flügel und so große Blu-men (auf die er fliegen kann) zu haben, es glückt Wenigen,denk' ich, Mehl und Geflügel selber einzukaufen auf den be-sagten Tag, wie Firlein that den Vermählung-Truthahnmit Henkermahlzcitcn zu stopfen alle Abende in den Stallzu gehen, um nachzusehen, ob das hochzeitliche Schwein, wo-mit der Vormund das Hochzcitgeschenk gemacht, noch stehetund fristet der künftigen Frau die Flachs-Kammern undKleiderschrank-Nischcn auszusuchen im Hause neue Lagcr-bäume (nicht Lagerbier) im Pfarrkeller einzulegen Winterswegen vom Konsistorium sogleich und für weniges Sün-dengeld die DiSpensazionbulle, nämlich den Nachlaß der drei-maligen Proklamazion, in die Tasche zu bekommen inkeiner Stadt zu wohnen, wo man zu jedem Narren (weilman selber einer ist) schicken muß, um ihm zu eröffnen, manlasse sich kopuliren, sondern in einem winzigen Dörfchen, woman niemand etwas zu berichten hat, als dem Schulmeister,damit er später läute und einen Kniepolster ans Altargelän-der breite.-

O wenn der Ritter Michaelis behauptet hat, daö Para-dies wäre klein gewesen, damit sich die Menschen nicht aus-einander verliefen: so ist ja ein Dorf und seine Freude kleinund eng, damit doch ein etwaniger Nachriß von Eden nochauf unserer Kugel stehe.-

Ich habe es nicht einmal angeführct, daß Tags vor derHochzeit der Regimcntquartiermeister ungcrufen kam und dasSchwein abstach und gratis Würste machte, wie man nochan keinem Hofe.

Und doch, lieber Firlein, schwamm auf diesem linderndenfetten Freudenöl oben auf noch umsonst eine Frühlingsonne