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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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sammenkettet. Außer dem Brautpaar war niemand dabei alsein altes Paar, die Mutter und der lange Vormund- DerBräutigam setzte selber eigenhändig den Ehekontrakt oder Ehe-zärter aus, worin er ihr seine ganze fahrende Habe nichtetwa» seine Handbibliothek, sondern seine ganze Bibliothek,anstatt man im Mittelalter den Edeltöchtern nur einige Bü-cher zum Brautschatz gab von heute an verhieß, wogegensie freilich genug zubrachte, nämlich einen ganzen Braut- oderKammerwagen oder doch Kammer- oder Brautkarren. Aufdiesen EliaSwagen, mit dem Mädchen in den Betthimmelhinauffahren, waren geschlichtet: neun Pfund Federn, nichtgelehrte, historische oder poetische Federn, noch solche, dieman trägt, sondern die kleinern, die uns selber tragenein prächtiges Dutzend Pathenteller und Pathenlöffel sammteinem Fischlöffel von Seide nicht nur Strümpfe (wiewolselber ein König Heinrich II. von Frankreich nichts in Seidekleiden konnte als sein Bein), sondern ganze Röcke undKleinodien und Möbeln von kleinerem Werth. Gute Thien-nette! auf dem Wagen deiner Psyche liegt der wahre Braut-schatz, nämlich dein edles, sanftes, bescheidenes Herz, dieMvr-gengabe der Natur!

Der Pfarrer, der nicht aus Mißtrauen, sondernLebensund Sterbens wegen" auf alle Dinge gern ein Notariatstegelgehabt hätte, dem keine Versicherung zuverlässig schien alseine hypothekarische, und der über sedeS Stäubchen Belege,Quittungen und Kontrakte abverlangte, hatte nun, als derEhezärter zu Stande war, ein leichteres Herz; und für dasEingebrachte dankte der gute Mann den ganzen Abend derBraut. Aber für mich wäre ein Ehekontrakt etwas so pein-liches und widersinniges ich gesteh' es aufrichtig, und