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heute blieb sie weg: denn sie war zu gut, um über die Brautdas Mädchen zu vergessen. Die Liebe stirbt wie die Men-schen öfter am Uebermaß als am Hunger; sie lebt von Liebe,aber sie gleicht den Alpenpflanzen, die sich vom Einsaugender nassen Wolken ernähren, und die zu Grunde gehen, wennman sie besprengt. —
Jetzt ist der Pfarrer eingezogen, und er wird ans derStelle — denn ich kenne die Leserinnen, die darauf erpichtsind, als wären sie die Kränzeljungfern — heirathen sollen.Aber er mag nicht: vor Himmelfahrt wird nichts daraus,und dahin sind vierthalb Wochen gut. Die Sache ist die:er wollte nur erst den Brandsonntag, nämlich den Kantate-sonntag, übersteigen; nicht etwa», weil er an seiner Erden-Fortdauer zweifelte, aber er wollte (schon der Braut wegen)auch nicht die kleinste Todesangst in seine Flitterwochenbringen.
Die Hauptsache war, er wollte sich nicht gern verheira-then vor der Verlobung, die sammt der Anzugpredigt auf dennächsten Sonntag verlegt wird. Es ist der Kantate-Sonn-tag. Der Leser lasse sich nur keine Angst einjagen. Ichhätte überhaupt mit diesem phantastischen Sonntag-Wauwaueines der aufgeklärtesten Jahrhunderte nicht behelligt, zeich-nete ich nicht so äußerst treu. Firlein wurde — zumal daihn der Quartiermeister fragte, ob er denn ein Kind wäre —endlich selber so gescheidt, daß er die Narrheit einsah; ja erging so weit, daß er eine größere beging: da nämlich einTraum, daß man sterbe, nach der exegetischen rsZuIn lülsinichts bedeutet als langes Leben und Wohlergehen: so zoger sich leicht den Schluß ab, sein TodeS-Wahn sei ein sol-cher guter Traum, um so mehr, da gerade an den Kantate-
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