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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
177
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Hukelumischcn Jerusalem thut man nichts, als Gott preisenin der Kirche, und hier hat der Vollendete keinen Zuwachsan Kenntniß mehr nöthig. . . . Auch hat man hier keinenKummer mehr darüber, daß oft Sonntag und Aposteltag ineinen Tag zusammenfallen.

Die Wahrheit zu sagen, geht der Pfarrer zu weit; eSwar aber von jeher seine Art, sich die ganzen und halbenSchatten einer Lage erst auSzmnalen, wenn er schon in einerneuen war und also diese durch die Kontraste der alten hebenkonnte. Denn man braucht nicht viel Nachdenken, um einzu-sehen, daß die Höllenleidcn eines Schulmanns nicht so außer-ordentlich, sondern vielmehr, da er am Gymnasium von einerStufe zur andern steigt, den wahren Hollenstrafen ähnlichsind, die trotz ihrer Ewigkeit von Säkulum zu Säkulumschwächer werden. Da noch dazu nach dem Ausspruch einesFranzosen cleax allliclioas 1111808 eiiseiiMs ^Lurent clereniruns consolation : so hat man in einer Schule Leiden genugzum Tröste, da aus acht zusammengegossenen Afflikzionenich rechne nur ans jeden Lehrer eine gewiß mehr Trostzu schöpfen ist, als aus zweien. Nur schlimm ist's, daß sichSchulleute nie so vertragen wollen wie Hofleute: nur po-lirte Menschen und polirte Gläser kvhärire» leicht. Noch dazuwird man in Schulen und überhaupt in Aemternallemal belohnt; denn wie im zweiten Leben eine größereTugend der Lohn der hiesigen ist: so werden dem Schulmannseine Verdienste durch immer mehre Gelegenheiten zu neuenbezahlt, und er wird oft gar nicht aus seinem Amte fortge-lassen.

Acht Gymnasiasten trabten im Pfarrhause herum, stell-ten auf, nagelten an, schleppten zu: ich denke, als ein Schü-

Jean Paul's ausgew. Werke. VII. 12